PINAKOTHEK DER MODERNE

PINAKOTHEK DER MODERNE  Ein Haus, vier Museen: KUNST (Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen), GRAPHIK (Staatliche Graphische Sammlung München), ARCHITEKTUR (Architekturmuseum der Technischen Universität München) und DESIGN (Die Neue Sammlung – The Design Museum).

Vasari zum 450

Im Blick: Vasari zum 450. Jubiläum des Erscheinens der zweiten Ausgabe der „Viten“, 1568
bis 03.06.2018

Der in Arezzo geborene Architekt und Hofmaler der Medici, Giorgio Vasari (1511-1574), errichtete die Uffizien in Florenz und freskierte die Kuppel des Doms Santa Maria del Fiore. Vor allem aber wurde er berühmt als Biograph italienischer Künstler. Sein Werk „Le Vite de‘ più eccellenti pittori scultori ed architettori“ erschien erstmals 1550 und in einer zweiten stark veränderten und erweiterten Auflage 1568. Die „Viten“ enthalten über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten 108 Künstlerbiographien von Giovanni Cimabue bis Michelangelo. Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen Vasaris, seines Kreises und seiner Nachfolge, die ihn bereits als Kunstschriftsteller verehrte (Abb.). Zeichnungen von Pollaiuolo und El Greco, heute in München, ursprünglich aus Vasaris berühmtem „Libro de‘ disegni“, werden ebenso zu sehen sein wie ein kapitales Blatt des jungen Michelangelo, das die von Vasari beschriebene frühe künstlerische Orientierung des Meisters auf geradezu frappierende Weise illustriert.

Abb.: Antonio del Pollaiuolo (1431/32–1498), Entwurf zu einem Reiterstandbild Francesco Sforzas, um 1480 © Staatliche Graphische Sammlung München

Under the stairs. Tableau Vivant

Under the stairs: Tableau Vivant
bis 03.06.2018

Für das Jahr 2018 lädt Die Neue Sammlung die “Klasse für Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden” von Prof. Suska Mackert an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ein, ihre Arbeiten in der Pinakothek der Moderne zu präsentieren. Seit 2008 ermöglicht das Ausstellungsformat “Under the stairs” den jüngsten Schöpfungen im Bereich Schmuck einen frühen Auftritt in der Öffentlichkeit. Das Projekt Tableau Vivant der Nürnberger Schmuckklasse zeigt Arbeiten von Studierenden und von Alumni. Ein wichtiges Grundcharakteristikum der Klasse Suska Mackert ist dabei das kollektive Arbeiten. Neben den real existierenden Materialien, aus denen der Schmuck am Ende besteht, fliessen so auch “Materialien” mit ein, die man mit Verhaltensmustern und menschlichen Erwartungen beschreiben kann.
Die Ausstellung “Tableau Vivant” wird von Suska Mackert in Zusammenarbeit mit Benjamin Lignel und Nadja Soloviev kuratiert.

Abb.: Clemens Brosinsky. Objekte “Jawohl!”, 2016, Stahl, Aluminium. Foto: Clemens Brosinsky

Jablonec ’68  Jablonec ’68
bis 03.06.2018

Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Dank des „Prager Frühlings“ kamen 1968 zum ersten Mal europäische Schmuckkünstler aus Ost und West auf Einladung des Tschechoslowakischen Künstlerverbandes im nordböhmischen Jablonec nad Nisou zu einem europäischen Gipfeltreffen der Schmuckkünstler zusammen.

Abb.:  Pavel Krbalek, CSR. Kette, Silber,  gefertigt auf dem 1. Silberschmuck-Symposium Jablonec nad Nisou, 1968. Foto: Adolf Vrhel

Germaine Krull

Germaine Krull. Métal
bis 10.06.2018

Ihre Bedeutung als avantgardistische Künstlerin verdankt die Fotografin Germaine Krull ihrem wegweisenden Mappenwerk “Métal” (1928). Eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm setzt sie darin mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten “Tanz der nackten Metalle” werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus dem Portfolio “Métal” ergänzt um originale Fotografien der Serie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.

Abb.: Germaine Krull, Tour Eiffel, 1927 © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses  Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses
bis 10.06.2018

„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als „denkender Künstler“, der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet.

Abb.: Paul Klee, Nach der Zeichnung 19/75 [Versunkenheit], 1919, Aquarellierte Lithographie, 22,2 x 16 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv

Fritz Winter  Fritz Winter
bis 10.06.2018

Fritz Winter (1905-1976) begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 16 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1920er- bis in die 1940er- Jahre. Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe „Triebkräfte der Erde“, die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die „Triebkräfte“ wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke.

Abb.: Fritz Winter, Ohne Titel, 1931, Öl und Gouache auf Karton, 64,8 x 81,7 cm, Fritz-Winter-Stiftung, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Foto: Sibylle Forster, BStGS © Fritz-Winter-Stiftung

Ikko Tanaka: Gesichter. Plakate

Ikko Tanaka: Gesichter. Plakate
bis 17.06.2018

Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflußreichsten japanischen Gestalter. Die Präsentation widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen. Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt … Mit Noblesse, sublimer Verführung oder suggestivem Locken wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kulturfestivals, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake.

Abb.: Ikko Tanaka, Chiba ’91, 1991. Offset, Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum © Ikko Tanaka 1991 / licensed by DNPartcom

African Mobilities  African Mobilities. This is not a Refugee Camp Exhibition
bis 19.08.2018

„African Mobilities“ beschäftigt sich nicht mit der Architektur des Flüchtlingslagers. Stattdessen erforscht die Ausstellung wie Städte Zufluchtsorte für die sich ständig bewegenden afrikanischen Bevölkerungen sein können. Gleichzeitig setzt sie sich damit auseinander, wie scheinbar alte, koloniale Ausbeutungsmuster in neuen Bereichen der Rohstoffgewinnung überdauern. Die Ausstellung versucht, die Geografie afrikanischer Migration und deren Herausforderungen und Chancen für eine neue Art von Architektur und Städtebau zu überdenken. Dies geschieht durch eine Untersuchung von Architekturen an der Schnittstelle von Migration, Vertreibung und digitaler Technologie. Die Ausstellung verbindet vierzehn äußerst verschiedene Orte durch Workshops, Auftragsarbeiten und Master Classes: Johannesburg, Harare, Kampala, Addis Ababa, München, Luanda, Abidjan, Lagos, New York, Dakar, Nairobi, London, Lubumbashi und Praia. Sie basiert auf einer internationalen und interdisziplinären Herangehensweise an architektonische Forschung und Design. Die Ausstellung zeigt sowohl aktuelle Arbeiten als auch Recherchen, die einen Ausblick auf mögliche zukünftige städtische Szenarien und architektonische Prototypen geben.
Diese Initiative wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert und vom Goethe-Institut unterstützt.

Abb.: Shanty Megastruktur © Olalekan Jeyifous

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg – Beyond the New
bis 16.09.2018

Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Die Neue Sammlung – The Design Museum präsentiert bereits seit 2015 ihr zehnmonatiges Ausstellungsformat für zeitgenössische Designpositionen in der zweigeschossigen Paternoster-Halle, deren architektonische Besonderheit vor allem durch die stete Bewegung der beiden Paternosteraufzüge definiert wird.

Abb.: Hella Jongerius & Louise Schouwenberg – Beyond the New. Die Neue Sammlung – The Design Museum, München, Foto: Roel van Tour

Beyond the New

Roni Horn  Roni Horn. PI
bis 23.09.2018

Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit „PI“ von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat.

Abb.: Roni Horn, PI, 1998, 45-teilige Fotoarbeit (Detail), Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst, Pinakothek der Moderne

Anselm Kiefer

Anselm Kiefer – Die Michael und Elonore Stoffel Stiftung erwirbt fünf Arbeiten des Künstlers für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
bis 31.12.2018

Die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung hat in enger Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fünf Werke Anselm Kiefers erworben. Mit den Erwerbungen wird ein Meilenstein im Sammlungsausbau gesetzt. Kiefer hat mit seinem Schaffen das Schweigen über die deutsche Vergangenheit im Dritten Reich gebrochen und zugleich eine eindringliche Sprache für die weltweite Vernetzung menschlicher Zivilisation gefunden. Er greift alte christliche, kabbalistische oder fernöstliche Überlieferungen auf, setzt sich mit den großen mythischen, religiösen und poetischen Schriften der Welt auseinander und verknüpft sie mit der aktuellen Erfahrungswelt. In der Pinakothek der Moderne bilden nun das monumentale Gemälde “Der Sand aus den Urnen” (2009), die zwei auf Blei ausgeführten Wandbilder “OCCUPATIONS” (1969/2011) sowie die zwei Vitrinen “Die 12 Stämme” (2010) und “Morgenthau” (2016) einen weiteren Höhepunkt im Sammlungsprofil.

Abb.: Anselm Kiefer, Der Sand aus den Urnen, 2009, Acryl Öl, Shellac, Sand und Kreide auf Leinwand, 280 x 570 cm, © Anselm Kiefer, Foto: Charles Duprat

Olaf Metzel – Reise nach Jerusalem
bis 31.12.2018

Für die Eröffnung der Pinakothek der Moderne schuf Olaf Metzel eine Skulptur, die der bühnenhaften Ausstrahlung des Treppenhauses einen signifikanten Akzent verlieh. Das Interesse des Künstlers galt der einzelnen Säule auf dem mittleren Treppenabsatz, die er in ein schillerndes Gewand aus farbigem Acrylglas kleidete, in dessen Innerem sich deformierte Plastikstühle stapeln. “Reise nach Jerusalem” nannte Metzel das exzentrische Werk, das sich schon bald zu einem Wahrzeichen des Museums entwickelte. Zum 15. Geburtstag des Museums ist die raumgreifende Arbeit erneut zu sehen.

Königsklasse IV  Königsklasse IV. Gegenwartskunst in Schloss Herrenchiemsee. Laib | Warhol | Flavin | Rainer | Basquiat
bis 03.10.2019

Im glanzvollen, von König Ludwig II. errichteten Schloss Herrenchiemsee finden in einem unvollendeten Gebäudeflügel seit 2013 die international beachteten Sommerausstellungen mit Hauptwerken der Pinakothek der Moderne in München und eigens für diese Räumlichkeiten entwickelten Arbeiten statt. Gegenwart trifft auf Geschichte, zeitgenössische Kunst auf Ludwigs Vision von uneingeschränkter Schönheit.
In Kooperation mit der Bayerischen Schlösserverwaltung. Die KÖNIGSKLASSE IV ist während der Wintermonate vom 04. Oktober 2018 bis Mitte Mai 2019 geschlossen.

Abb.: Herrenchiemsee, Neues Schloss, Luftaufnahme, Blick von Südosten, © Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de, Bavaria Luftbild

Futuro  FUTURO. A Flying Saucer in Town
bis 22.02.2022

Die Neue Sammlung präsentiert ihren Ankauf des spektakulären FUTURO im Außenraum der Pinakothek der Moderne.
Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden.
Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

Der Innenraum des FUTUROs kann in der kalten Jahreszeit nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Abb.: FUTURO-Haus, Pinakothek der Moderne, Foto: A. Laurenzo.

Ólafur Elíasson  Ólafur Elíasson– WASSERfarben
07.06.2018 ‐ 02.09.2018

Zweifellos zählt der dänische Installationskünstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Weniger bekannt ist, dass Olafur Eliasson an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen während seiner Studienjahre von 1989 bis 1995 auch als Zeichner ausgebildet wurde. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden zuerst in der Zeichnung formuliert und immer wieder während des Fortlaufs des Projekts vom Künstler zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass Eliasson in der Zeichnung denkt. Die großangelegte Ausstellung „WASSERfarben“ der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Weltpremiere, mit der erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in ihren Facetten umfassend vorgestellt wird. Die kuratorische Idee ist es, die enge emotionale und intellektuelle Kongruenz zwischen seiner Zeichnung und seiner installativen Kunst für den Betrachter zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen.

Abb.: Olafur Eliasson, Your unpredictable sameness, 2014, View of installation in Olafur Eliasson’s studio, 2016, Foto: María del Pilar García Ayensa / Studio Olafur Eliasson, Courtesy of the artist; neugerriemschneider, Berlin, © 2014 Olafur Eliasson

Fotografie heute  Fotografie heute: Private Public Relations
15.06.2018 ‐ 07.10.2018

Wie erleben wir Öffentlichkeit in einer globalen, chaotischen und digitalisierten Welt und was für eine Rolle kommt der Fotografie dabei zu? Mit „Fotografie heute: Private Public Relations“ setzt die Sammlung Moderne Kunst die 2016 begonnene Ausstellungsreihe zu innovativen Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort.Mit dem Aufkommen der sozialen Medien und vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas ist das Bedürfnis nach Deutung des fragmentierten, globalen sozialen Raumes in dem wir gegenwärtig leben, groß. Die Ausstellung thematisiert das Verhältnis des fotografischen Bildes zum öffentlichen Raum im Zeitalter des Digitalen.
Mit freundlicher Unterstützung der Alexander Tutsek-Stiftung.

Abb.: Sadie Benning, rainy day/gender 1, 2017, Courtesy die Künstlerin, Susanne Vielmetter Los Angeles Projects und Mary Boone, New York. Foto: Chris Austin

Ann und Jürgen Wilde  Fotografie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde
01.07.2018 ‐ 01.09.2019

In halbjährlich wechselndem Turnus werden Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde unter thematischen oder monografischen Gesichtspunkten präsentiert. Der Schwerpunkt liegt auf Fotografie der Neuen Sachlichkeit und der Avantgarden 1920- und 1930er- Jahre; beispielsweise von Aenne Biermann, Karl Blossfeldt, Florence Henri, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch, August Sander und Friedrich Seidenstücker.

Abb.: Karl Blossfeldt, Eryngium bourgatii. Mannstreu, vor 1928 © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne

Königsschlösser und Fabriken  Königsschlösser und Fabriken. Ludwig II. und die Architektur
26.09.2018 ‐ 13.01.2019

Die anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der TU München geplante Ausstellung beleuchtet das Architekturgeschehen im Königreich Bayern zur Zeit Ludwigs II. (reg. 1864-1886). In der Ausstellung soll erstmals eine Gesamtschau der unter seiner Ägide errichteten Bauten und nicht realisierten Projekte präsentiert werden. Im Fokus stehen daher nicht nur die weltberühmten Königsschlösser und die spektakulären Theaterprojekte, die im direkten Auftrag Ludwigs II. entstanden, sondern auch die öffentliche und private Bautätigkeit seiner Zeit. Dazu zählen so prominente Gebäude wie das Münchner Rathaus, die Münchner Akademie der Bildenden Künste oder das Bayreuther Festspielhaus, aber auch weniger bekannte, jedoch architektur- und kulturgeschichtlich herausragende Bauwerke wie zum Beispiel der Ursprungsbau der »Neuen Polytechnischen Schule« in München, die Synagogen in München und Nürnberg, die Fabrikbauten des Augsburger Textilviertels oder die ephemeren Architekturen für die 1882 in Nürnberg veranstaltete „Bayerische Landes-, Industrie-, Gewerbe-, und Kunstausstellung“.

Abb.: Meußdoerferr’sche Malzfabrik, Kulmbach, 1883-1887, Foto: Ulrike Myrzik

Grande Decorazione  Grande Decorazione. Italienische Monumentalmalerei in der Druckgraphik. Werke des Münchner Bestands aus drei Jahrhunderten
13.10.2018 ‐ 06.01.2019

Die italienische Kunst erreichte in der Monumentalmalerei einen ihrer Höhepunkte. Michelangelos „Sixtinische Decke“, das „Jüngste Gericht“, Fresken Raffaels, Pietro da Cortonas und Tiepolos zählen zu den einprägsamsten Werken menschlicher Erfindungskraft. Am Beginn dieses Erfolgs steht Andrea Mantegna. Für eines seiner Hauptwerke, den „Triumphzug Cäsars“, der aus zehn großformatigen ursprünglich an eine Wand montierten Tafeln bestand, präsentierte er um 1500 als Novum auch eine Fassung im Kupferstich (Abb.). Seit dieser Zeit finden sich in der Druckgraphik unterschiedlichste Wand- und Deckenbilder widergespiegelt. Aus Kunst entstand neue Kunst unter der Voraussetzung, Komplexes und Großes ins leicht Lesbare und Handliche der Graphik zu überführen. Die Blätter konnten allerorts bewundert werden und prägten die Vorstellung von den Urbildern nachhaltiger als diese selbst. Die Ausstellung überrascht mit rund 120 Werken, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind.

Abb.: Giulio Campagnola, Andrea Mantegna, Werkstatt, Die Elefanten, Variation zu Andrea Mantegna, Karton V, „Triumphzug Cäsars“, Hampton Court, um 1500, Kupferstich, 283 x 259 (Blatt), 1490/1500, Staatliche Graphische Sammlung, München

Politics of Design. Design of Politics  Friedrich von Borries: Politics of Design. Design of Politics
01.11.2018 ‐ 01.09.2019

In Zusammenarbeit mit dem Designtheoretiker Friedrich von Borries entsteht unter dem Titel „Power of Design – Design of Power“ eine Ausstellung in Form von 12 aufeinanderfolgenden, sich verdichtenden Interventionen, die das ambivalente Verhältnis von Design und Macht thematisieren. Design und Macht waren und sind eng miteinander verknüpft. Zum einen hilft Design, Machtstrukturen zu etablieren, zu repräsentieren und materiell umzusetzen – zum anderen kann Design aber Werkzeuge zur Verfügung stellen, die bestehende Machtstrukturen unterlaufen und aufbrechen. Das komplexe Thema Design und Macht soll nicht in einer klassischen Ausstellung behandelt werden, sondern sich als Matrix über den Bestand legen. Ausgangspunkt ist deshalb keine inhaltliche Setzung, bei der das Thema Design und Macht systematisch durchdekliniert wird, sondern die Sammlung des Museums selbst. Die Logik der Sammlung und der Diskurs von Design und Macht treffen aufeinander und bilden ein neues Narrativ, das für die Besucher überraschend, spannend, informativ und inspirierend ist. Objekte werden zu Spiegeln und Indizien für Machtverhältnisse.

Die Irrfahrten des Meese
14.11.2018 ‐ 03.03.2019

In der griechischen Sage besteht der Held Odysseus auf seinen Irrfahrten gefährliche Abenteuer und löst geheimnisvolle Aufgaben – um am Ende vielleicht als ein Anderer heimzukehren. Wie ein Odysseus der Gegenwart begibt sich der Künstler Jonathan Meese (*1970 in Tokio, lebt in Berlin) in der Ausstellung auf eine imaginierte Reise mit zahlreichen Stationen. In Zeichnungen, Bildern und Skulpturen aus über 20 Jahren finden Begegnungen mit unterschiedlichsten ambivalenten Protagonisten und Situationen statt, denen der Künstler in seiner archaischsten Rolle als symbolischer Erlöser und Befreier entgegentritt. Wo endet diese Reise, auf der die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher den beherzt provozierenden Künstler begleiten können?

Öffnungszeiten

Täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Montags geschlossen
Donnerstag 10.00 – 20.00 Uhr

Eintrittspreise

10 Euro/ ermäßigt 7 Euro
Sonntagseintritt 1 Euro
Audioguide 4,50 Euro
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Sonderausstellungen können gesonderte Eintrittspreise haben.

Sonderausstellung

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses (inkl. Dauerausstellungen)
Dienstag – Samstag 15 Euro/ ermäßigt 10 Euro
Sonntag 9 Euro/ ermäßigt 7 Euro
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Tagesticket 12 Euro (Pinakotheken, Museum Brandhorst, Sammlung Schack)
5er-Ticket 29 Euro (Pinakotheken, Museum Brandhorst, Sammlung Schack)
Sonderausstellungen sind nicht inbegriffen.

Freier Eintritt gilt für Schulklassen, Vorschulkinder, Hortgruppen und Jugendgruppen aus Mitgliedsstaaten der EU, sofern sie unter Führung ihrer Lehrkräfte oder Aufsichtspersonen kommen.

Ausführliche Informationen zu Sonderöffnungszeiten, Feiertagen und Ermäßigungen finden Sie hier.

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel
Mit den U-Bahnen U3 und U6 gelangen Sie zur Station Odeonsplatz, von dort können Sie den Stadtbus 100, Richtung Hauptbahnhof Nord, zur Station Pinakotheken nehmen.
Vom Karlsplatz/ Stachus können Sie die Tramlinien 27, Richtung Petuelring, oder 28, Richtung Scheidplatz, nehmen und bei der Station Pinakotheken aussteigen.

Eingang
Barrierefreier Zugang von der Barer Straße; ein weiterer Zugang von der Gabelsbergerstraße / Ecke Türkenstraße.

Parken
Personalparkplatz Gabelsbergerstraße; Bitte an der Schranke läuten und Behindertenparkerlaubnis vorzeigen.

Die Mitnahme von Blindenhunden und Epilepsiewarnhunden ist bei entsprechender Kennzeichnung gestattet.
Für Blinde und Sehbehinderte ist an der Information ein taktiler Orientierungsplan erhältlich.

Mehr Informationen unter: +49 (0)89 23805-360

Sammlung Kunst

Den Beginn der Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bildeten 1950 sieben Kunstwerke. Innerhalb weniger Jahrzehnte erreichten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Weltniveau – unterstützt durch Stiftungen wie den Sammlungen Sofie und Emanuel Fohn, Martha und Markus Kruss und Günther Franke. Von mittlerweile rund 3000 Werken wird in den 35 Sälen in der Pinakothek der Moderne nur eine kleine Auswahl gezeigt. Den Auftakt markiert das um 1910 entstandene „Stilleben mit Geranien“ von Henri Matisse.

Abb.: Sammlung Moderne Kunst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Dauerausstellung Design

Die Präsentation der Neuen Sammlung – The Design Museum folgt der architektonischen Struktur: Die Architektur des Gebäudes gibt Ordnung, Abfolge und Inszenierung der Dinge vor. Die Rauminstallation Design Vision bildet den Auftakt zum Rundgang. Dem weit geöffneten Entree entsprechend, deutet ein wandhohes Regal wie ein monumentaler Setzkasten oder ein dreidimensionales Inhaltsverzeichnis das Spektrum der Designsammlung an: Vom kostbaren Einzelstück bis zum Massenprodukt, vom Prototyp eines Rennrads bis zum Klopfmodell für die Karosseriefertigung eines Sportwagens, von Alltagsgegenständen bis zu experimentellen Objekten.

Abb.: Die Neue Sammlung – The Design Museum

Schaudepot  Schaudepot
In Planung

Die Neue Sammlung – The Design Museum plant ein öffentlich zugängliches Schaudepot. Der hierfür angedachte etwa 540 Quadratmeter große Raum existiert bereits im zweiten Untergeschoss im Westflügel der Pinakothek der Moderne mit direkter Anbindung an ihre Ausstellungsräume und dient zur Zeit als internes Depot. Mit dem Schaudepot wird das Designmuseum seinen Bestand umfänglicher präsentieren können und dies auf eine sehr spezifische und originäre Weise. Wie die Bildsequenzen bei einem Storyboard, so werden Objekte in Konstellationen gebracht, die verschiedene Themen visualisieren. Dabei kann es sich um Material- und Formzusammenhänge genauso wie um Länderthemen oder Zeitstile handeln. Der Besucher erhält so nicht allein Einblick in die Sammlungsgeschichte des ältesten Designmuseums der Welt, sondern in die inhaltlichen Fragestellungen des modernen und zeitgenössischen Designs. In dem Schaudepot werden die aus- und vorgestellten Dinge eine andere Geschichte erzählen, von der Vielfalt, von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, vom Prozess einer Idee und ihrer Realisierung.

Abb.: Die Neue Sammlung – The Design Museum

KUNST

Sammlung Moderne Kunst | Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Die Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne knüpft genau dort an, wo die der Neuen Pinakothek endet, nämlich bei der Kunst nach etwa 1900. Sie zählt mit ihren über 20.000 Werken zu den international führenden Institutionen für Malerei, Plastik, Fotografie und Neue Medien. Das Sammlungsspektrum reicht von den wichtigsten Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Mit Hilfe von Vergleichen werden Fragestellungen der Moderne aufgezeigt. Sie spiegeln die veränderten Bedingungen einer Zeit, die durch Technologieoptimismus, Fortschrittskult und zugleich Krisenbewusstsein gepräg ist. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die historischen Bedingunen und Voraussetzungen des 20. und 21. Jahrhunderts in der Sammlungspräsentation sichtbar und beispielsweise die Einwirkungen von Krieg und Diktatur auf die Kunst vermittelt werden.

Der kubistischen und futuristischen Neudefinition einer autonomen Kunst steht in der Sammlung des Expressionismus die Frage nach den veränderten Bedingungen des Menschen in der Moderne gegenüber. Die Künstler der Brücke und des Blauen Reiter sowie Max Beckmann, der mit einer einzigartigen Werkdichte vertreten ist, vermitteln dies auf eindrucksvolle Weise, wie auch die moderne Fotografie, die durch August Sander, Albert Renger-Patzsch und Florence Henri repräsentiert wird. Die Bildfantasie und der formale Erfindungsreichtum von Pablo Picasso kommen in umfänglichen Werkgruppen ebenso zum Tragen wie die surrealistische Verrätselung der Welt bei Max Ernst, René Magritte und Salvador Dalí.

Wichtige Themen seit 1960, etwa die formale und inhaltliche Erweiterung des Kunstbegriffs, die Nobilitierung des Alltäglichen und die damit einhergehende Diskussion über die Gleichrangigkeit von Trivial- und Hochkultur stehen im Zentrum umfangreicher Werkblöcke von Joseph Beuys, Andy Warhol, Dan Flavin, Donald Judd, Georg Baselitz, Jeff Wall, Rosemarie Trockel und Anselm Kiefer. Die jüngsten Entwicklungen kommen besonders in Rauminstallation, Performance und Medienkunst zum Ausdruck (Pipilotti Rist, Wolfgang Tillmans). Hier wird die Präsentation häufiger verändert, ebenso wie in dem nahegelegenen, ebenfalls zu den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehörenden Museum Brandhorst.

GRAPHIK

Staatliche Graphische Sammlung München

Neben den Kupferstichkabinetten in Berlin und Dresden ist die Staatliche Graphische Sammlung München (SGSM) das bedeutendste Museum für Zeichnungen und Druckgrafik in Deutschland und gehört zu den größten Institutionen ihrer Art weltweit. Die Sammlungsbestände von ca. 400.000 Blatt erfahren durch gezielte Erwerbungen und Schenkungen einen stetigen Zuwachs und umfassen alle Epochen der Grafik vom 12. bis ins 21. Jahrhundert. Schwerpunkte bilden altdeutsche und niederländische Zeichnungen und Druckgrafiken, italienische Zeichnungen der Renaissance und deutsche Zeichnungen des 19. Jahrhunderts. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der Klassischen Moderne und internationalen Grafik bis zur Gegenwart.

Die Staatliche Graphische Sammlung München geht auf das 1758 gegründete Kupferstich- und Zeichnungskabinett des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz im Mannheimer Schloss zurück, das in den 1790er Jahren nach München überführt wurde. Während der Säkularisation kamen bedeutende Grafikkonvolute aus aufgehobenen Klöstern in die Sammlung. Seit 1874 selbstständige Museumsinstitution, ist das Kabinett seit 1948 im sogenannten Haus der Kulturinstitute am Königsplatz beheimatet. Dort befinden sich die Depots mit den hochkarätigen Beständen sowie der öffentlich zugängliche Studiensaal.

Mit der Pinakothek der Moderne verfügt die Staatliche Graphische Sammlung München über Ausstellungsräume, die ihrem Rang und ihren hohen konservatorischen Anforderungen entsprechen. In fortlaufend kuratierten Sonderausstellungen werden Werke aus 500 Jahren Kunst auf Papier immer wieder neu und inspirierend präsentiert.

ARCHITEKTUR

Architekturmuseum der TU München

Das Architekturmuseum wurde 1868 mit Gründung der heutigen Technischen Universität als architektonische Lehrsammlung gegründet. Nachdem sie bereits in den Zwischenkriegsjahren für das Studium an Bedeutung verloren hatte, wurde sie in eine Archiv- und Forschungseinrichtung umgewandelt. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren die Schätze der Architektursammlung über lange Jahre in Depots verborgen. Seit 1975 wurde die Sammlung in ein Archiv mit Museumsfunktion umgewandelt, um die Bestände wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Da keine eigenen Ausstellungsräume zur Verfügung standen, arbeitete die Sammlung mit anderen Museen, insbesondere dem Münchner Stadtmuseum, zusammen.

Aufgrund kontinuierlicher Neuerwerbungen betreut das Architekturmuseum heute eine der größten Spezialsammlungen für Architektur in Deutschland. Die Bestände umfassen ca. 500.000 Zeichnungen von mehr als 1000 Architekten, 200.000 Fotografien, 1.300 Modellen sowie zahlreiche architektonische Stichwerke, Bauakten und zunehmend auch digitale Datenbestände Die ältesten bewahrten Zeichnungen stammen aus dem 16. Jahrhundert, das älteste Modell datiert ins 17. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten zählen Arbeiten von Balthasar Neumann, Friedrich von Gärtner, Leo von Klenze, Theodor Fischer, Erich Mendelsohn, Erik Gunnar Asplund, Le Corbusier, Günter Behnisch, Daniel Libeskind oder Peter Zumthor. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der deutschen Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts, gesammelt werden aber auch neue Projekte und Wettbewerbsbeiträge, Zeichnungen und Modelle international bedeutender Architekten sowie bautechnische Dokumente.

DESIGN

Die Neue Sammlung – The Design Museum

Die Neue Sammlung – The Design Museum zählt mit über 100.000 Objekten aus den Bereichen Industrial Design, Graphic Design, Computer Culture, Mobility und Kunsthandwerk zu den größten und bedeutendsten Museen für angewandte Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts weltweit. Im Bereich des Industrial und Product Design gilt das Museum als führend. Die Neue Sammlung – The Design Museum gilt ebenfalls als ältestes Designmuseum. Idee und Initiative zur Gründung des Museums sind eng mit der 1907 in München formierten Werkbundbewegung verflochten. Die seit 1912 aufgebaute „Moderne Vorbildersammlung“ war Grundstock der Neuen Sammlung – The Design Museum, die 1925 als Staatsinstitution etabliert und 1926 als Museum eröffnet wurde mit dem Ziel, »Das Neue« von höchster Qualität aufzuspüren, zu sammeln und zu bewahren. Von Beginn an hat sich Die Neue Sammlung – The Design Museum in ihrem Verständnis von den gleichzeitig existierenden Museen für angewandte Kunst oder Museen für Kunst und Gewerbe abgesetzt, indem sie sich dezidiert der seinerzeitigen Moderne und damit der zeitgenössischen Formgestaltung verpflichtete. Bis heute prägt dieser Gründungsanspruch die Programmatik der Neuen Sammlung – The Design Museum.

Die internationalen Sammlungsbestände umfassen schwerpunktmäßig einen Zeitraum von 1900 bis zur unmittelbaren Gegenwart.
Die Museumsbestände sind mit über 20 Sammlungsgebieten weit gespannt. Neben Objekten des Industrial Design umfassen sie wichtige Sammelfelder wie Keramik, Metall oder Glas und Möbel, Textilien oder Schmuck. Die Abteilung Graphic Design erstreckt sich von Plakaten über Verpackungsdesign, bis zur Buchgestaltung. Die Neue Sammlung – The Design Museum widmet sich wichtigen Themen wie auch monographischen Ausstellungen. Zeitgenössische Designer und Designerinnen werden eingeladen, ortsspezifisch Projekte zu entwickeln.

Mit den Präsentationen ihres Museumsbestandes, ihren Ausstellungen und ihren vielfältigen Vermittlungsformen spiegelt Die Neue Sammlung – The Design Museum die aktuellen Diskurse über die Inhalte und Gestaltung von Designmuseen, über die Rezeption von Designinhalten und über die aktuelle Bedeutung von Design.